Schulprogramm/Konzepte

Unsere Ausgangslage

Unsere Schule liegt in einem sozialen Brennpunkt der Stadt Kiel. Wir sind bestrebt, unseren Schülerinnen und Schülern möglichst viele Kompetenzen zu vermitteln, die sie befähigen, in der Gesellschaft, die zunehmend Flexibilität, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit verlangt, zu bestehen.

Zudem möchten wir mit geeigneten Formen des Lehrens und Lernens auf die Forderung nach höherwertigen Bildungsabschlüssen reagieren. Unsere Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Begabungen, Fähigkeiten und Lernausgangslagen zu uns. Deshalb fördern wir die Heranwachsenden ihrer individuellen Entwicklung entsprechend und legen Wert auf die Vermittlung von Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz. Unsere Ziele können nur durch einen beständigen Selbstlernprozess der Schulgemeinschaft erreicht werden. Sie müssen regelmäßig überdacht und eventuell überarbeitet werde.

Die Max-Tau-Schule nahm ihren Betrieb im Jahr 1966 auf. Aus der Grund- und Hauptschule der Stadt Kiel wurde dann im Sommer 2009 die Max- Tau- Grund- und Regionalschule. Diese Umwandlung entsprach dem lang gehegten Wunsch, den Schülern und Eltern den Verbleib an einer Schule von Klassenstufe 1 bis 10 zu ermöglichen. Die Max- Tau- Schule präsentiert ein breites Spektrum an Lernmöglichkeiten für ihre Schülerinnen und Schüler und bereitet sie intensiv auf das Berufsleben oder den Übergang in weitere Schulbildungsgänge mit höheren Abschlüssen vor. In allen Jahrgängen gibt es Integrationsklassen, die Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum ist intensiv. Darüber hinaus ist die Schule DAZ- Zentrum. Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 ist die Schule Grund- und Gemeinschaftsschule.

Unser Leitbild

  • Verlässlichkeit beginnt bei jedem Einzelnen von uns: bei den Lehrerinnen und Lehrern, bei unseren Schülerinnen und Schülern und bei den Eltern.
  • Wir wollen jede Schülerin und jeden Schüler entsprechend der individuellen Fähigkeiten fördern, Stärken weiterentwickeln und Schwächen ausgleichen.
  • Wir wollen gemeinsam mit den Eltern und den weiterführenden Schulen die Verantwortung für den Übergang der Kinder in die Orientierungsstufe tragen.
  • Wir wollen die Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler weiter entwickeln: sie sollen ein angemessenes Grundwissen erwerben, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erkennen und über den Schulabschluss hinaus eigenverantwortlich und selbstbewusst handeln.
  • Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern die Berufswelt exemplarisch veranschaulichen, Ausbildungswege aufzeigen und ihnen bei der Berufsfindung helfend zur Seite stehen.
  • Wir wollen, dass Schule für uns und unsere Schülerinnen und Schüler mehr ist als nur Unterricht.
  • Wir wollen, dass Konfliktsituationen an unserer Schule durch qualifizierte Streitschlichterinnen und Streitschlichter innerhalb der Schülerschaft angenommen, aufgearbeitet und gewaltfrei gelöst werden.
  • Wir wollen Störungen durch Einzelne, die das Lernen in der Klasse erheblich erschweren, verhindern und ihnen Möglichkeiten außerhalb des Unterrichts aufzeigen, damit sie ihr Verhalten überdenken und ändern.
  • Wir wollen den Schülerinnen und Schülern, die eine andere Muttersprache als Deutsch sprechen, die Fähigkeit vermitteln, die deutsche Sprache zu verstehen und sich darin auszudrücken. Wir betrachten dies als den wichtigsten Teil der Integration.
  • Im Sinne einer Stadtteilschule wollen wir in das Umfeld nach außen wirken, Impulse aufnehmen und mit Partnern zum beidseitigen Vorteil sowie Erfahrungsaustausch kooperativ zusammen arbeiten.

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Pädagogisches Konzept der Max-Tau-Schule

Rahmenbedingungen

An der Max-Tau-Schule werden in der Regel bis zu drei LiV ausgebildet. Derzeit geschieht das in den Fächern Deutsch, Weltkunde, Naturwissenschaften, Dänisch, Sport und Musik. Die Ausbildung wäre auch in weiteren Fächern (Mathematik, Englisch und Technik) möglich. Für alle Fächer stehen qualifizierte Ausbildungslehrkräfte zur Verfügung.
Die LiV werden entsprechend Ihrer Fachrichtungen eingesetzt und unterrichten
– mind. zwei Fächer in der Grundschule. (Grundschule)
– mind. zwei Fächer in der Sekundarstufe I. (Sekundarschullehrkraft)

Kooperation

Die Max-Tau-Schule kooperiert im Rahmen der Lehrerausbildung mit den umliegenden Grundschulen. LiV dieser Schulen erhalten dadurch die Möglichkeit, Unterrichtserfahrungen im Bereich der Sekundarstufe zu sammeln, die verpflichtender Bestandteil der Ausbildung sind. Zwischen der betreuenden Lehrkraft an unserer Schule und den Ausbildungslehrkräften der Kooperationsschulen findet ein regelmäßiger Austausch statt.

Orientierungsgespräche

Die Ausbildungslehrkräfte führen mit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst Orientierungsgespräche, die den derzeitigen Ausbildungsstand betreffen und eine konkrete Zielsetzung für die weitere Arbeit beinhalten:

1. Gespräch nach vier Wochen
2. Gespräch zu Beginn des 2.Halbjahres
3. Gespräch sechs Wochen vor der Prüfung

Der Schulleiter führt zwei Orientierungsgespräche mit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst. Die Gespräche finden im 1.Halbjahr und zu Beginn des Prüfungshalbjahres statt. Zudem nimmt er in regelmäßigen Abständen an Unterrichtsstunden und -besprechungen der LiV teil.

Unterrichtsorganisation

Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst fertigen einen Stoffverteilungsplan pro Fach und Halbjahr an. Die Stoffverteilungspläne orientieren sich an den Bildungsstandards und an den Lehrplänen bzw. Fachanforderungen für das jeweilige Fach. Die Stoffverteilungspläne werden in den Fachkonferenzen von den LiV’s vorgestellt.

Unterricht

Die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst umfasst 14 Stunden, die in der Regel wir folgt aufgeteilt sind:
– je Fach eine Stunde in Zusammenarbeit mit der Ausbildungslehrkraft
– acht Stunden eigenverantwortlicher Unterricht in zwei verschiedenen Fächern
– je eine Hospitationsstunde bei beiden Ausbildungslehrkräften
– je eine Beratungsstunde mit jeder Ausbildungslehrkraft

Alle Stunden in Zusammenarbeit mit der Ausbildungslehrkraft, Hospitations- und Beratungsstunden sind im Stundenplan fest gesteckt und sollen nicht durch den Vertretungsplan wegfallen. Die LiV erhalten auf Wunsch die Möglichkeit, bei weiteren KollegInnen zu hospitieren. Mittwochs werden die LiV´s wegen der Teilnahme an den Ausbildungsmodulen des IQSH nicht für den Unterricht in der Schule eingeplant.

Unterrichtsvorbereitung

Für die Unterrichtsstunden unter Anleitung fertigt die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst eine Verlaufsskizze an, auf der zusätzlich Kompetenzen dargestellt werden. Im Verlauf der Ausbildung sollen zudem pro Fach zwei ausführliche Darstellungen von Unterrichtsstunden erfolgen.

Mitarbeit in der Schule

LiV nehmen zur besseren Integration im Kollegium nicht nur an Konferenzen, sondern an allen weiteren Schulveranstaltungen teil. Das umfasst auch die Einbindung in die Planung und Durchführung von ein- oder mehrtägigen Wanderfahrten. Sie übernehmen Aufgaben in Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen und werden somit in die Teamstrukturen der Schule eingebunden. Außerdem beteiligen sich die LiV aktiv an der Weiterentwicklung des Ausbildungskonzeptes.

Evaluation

Das Ausbildungskonzept der Max-Tau-Schule wird regelmäßig durch alle an der Ausbildung beteiligten KollegInnen evaluiert und gegebenenfalls überarbeitet.

(aktualisierter Stand: März 2019)