Konzept

Konzept

Durch Berufsorientierung und Bildungsberatung an Schulen sollen Jugendliche und deren Eltern bei einer guten Bildungs- und Berufsentscheidung unterstützt werden.

Jeder Schüler, jede Schülerin soll das Angebot an Berufsbildungsmöglichkeiten für die individuellen Begabungen und Talente kennen lernen und für die Wahl des weiteren Bildungsweges bestmöglich vorbereitet werden. Bildungsentscheidungen sollen unabhängig von familiären und sozialen Hintergründen getroffen werden.

Auf diesem Weg möchte das Kollegium der Max-Tau-Schule die Schülerinnen und Schüler individuell unterstützen.
Uns ist bewusst, dass Berufsorientierung bereits in der Kindertagesstätte beginnt (Besuch der Feuerwehr, einer Bäckerei, usw.) und in der Grundschule fortgesetzt wird (HWS, Besuch von Handwerksbetrieben, Polizei, usw.).Unser Curriculum setzt in der Sekundarstufe I an und benennt die klassen- bzw. jahrgangsspezifischen Ziele und Inhalte, die beteiligten Fächer, die Organisation und Zuständigkeiten in der Schule sowie die Kooperationspartner. Im Vordergrund stehen dabei nicht berufsspezifische Inhalte, sondern die Einführung und Festigung grundlegender Fertigkeiten und die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen.

Das vorliegende Curriculum wird in den kommenden Jahren stetig überprüft und den Veränderungen an unserer Schule angepasst werden müssen, insbesondere im Hinblick auf den Übergang der Hauptschule zur Regionalschule ( mit Klassenstufe 10 ) und seit August 2014 zur Gemeinschaftsschule, den Möglichkeiten des Wahl-Pflicht-Unterrichts und der Ausweitung in den Ganztagsbereich.
Viele Angebote, wie die Teilnahme am Girl´s day, Boy´s day oder am Sozialen Tag gelten für alle Klassenstufen, sie werden im Curriculum nicht extra erwähnt, sollen aber nach Möglichkeit wahrgenommen werden.

In den einzelnen Jahrgängen finden sich folgende Schwerpunkte zur beruflichen Orientierung:

Klassenstufe 5

Was? Wer? Wie?
Vermittlung von Schlüsselqualifikationen:
besonderer Wert wird auf Zuverlässigkeit,
Höflichkeit und Pünktlichkeit gelegt
alle Fächer,
alle Lehrer,
alle Eltern
Elternabende,
konsequente Umsetzung
Methodenkompetenz:
Selbständige Arbeit, Partnerarbeit, Freiarbeit
(Erwerb und Festigung)
alle Fächer Methodentraining,
Methodenwechsel

Mögliche fachliche Inhalte:
Religion:
– geschlechtsspezifisches Rollenverhalten:
geschlechtsspezifische Arbeitsfelder erkennen und beschreiben können
Technik:
– Holzbearbeitung, sachgerechter Umgang mit Werkzeugen
Textiles Werken:
– Vermittlung von Grundfertigkeiten bei der Textilbearbeitung
Deutsch:
– mündlicher Sprachgebrauch
Betriebliche Erkundungen im Rahmen eines Projekttages (Bauernhof, Tierpark, usw.)

Klassenstufe 6

Was? Wer? Wie?
Vermittlung, Erweiterung und
Festigung der Schlüsselqualifikationen
alle Elternabende,
konsequente Umsetzung
Methodenkompetenz:
Vorträge, Mini-Referate, Nutzen von Hilfsmitteln,
Nachschlagetechniken, Recherche
Deutsch,
SachFächer
Angebot an geeigneten Themen
– Stationsarbeit
– Vorhalten verschiedener Medien

Mögliche fachliche Inhalte:
Geschichte:        – Steinzeit:
– primitive Formen des Wirtschaftens
– Arbeitsformen im Alten Ägypten
Religion:        – Traditionelle Männer- und Frauenberufe
Kunst:            – Collage: Berufe
Technik:        – Maschinenführerschein
Projektarbeit:         – Berufe in meinem privaten Umfeld

Am Ende der Klassenstufe:
Elternabend zum Wahl-Pflichtunterricht auch im Hinblick auf berufliche Orientierungsmöglichkeiten.

Klassenstufe 7

Was? Wer? Wie?
Methodenkompetenz:
Gelerntes vertiefen
alle Fächer
alle Lehre
Methodentraining
Projekttage zum Thema Berufsorientierung:
Einstieg Berufswahlpass,
grundlegende Anforderungen, Eltern stellen Berufe vor
Klassenlehrer
Eltern
Schulpatenschaft
(eine 7. Klasse)
randstad Programm: Du bist ein Talent
Besuch der Berufsmesse Klassenlehrer Erkundungsbögen
Erste-Hilfe-Kurs extern
Besuch der Berufsmesse Klassenlehrer Erkundungsbögen
Teilnahme am futour- Sommercamp Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Mögliche fachliche Inhalte:
Geschichte: – Leben und Arbeiten im Mittelalter (Bauern, Handwerker, Kaufleute)
Mathematik: – Aufgaben aus dem Berufsalltag
Englisch: – Themenbereich Beruf und Freizeit (Klasse 7-9):
Arbeitsalltag,
Berufliche Pflichten,
Berufliche Orientierung, z.B. at the supermarket

Betriebserkundungen:
Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel, Kooperationspartner der MTS, Müllverbrennung, Recyclinghof, Klärwerk usw.

Ein Elternabend mit dem Schwerpunkt Berufsorientierung: Elternverantwortung einfordern (Abschluss eines Vertrages möglich)

Klassenstufe 8

Was? Wer? Wie?
Werkstattunterricht Ausbildungszentrum Bau zur Vorbereitung und Begleitung der Schüler soll der Klassenlehrer nach Möglichkeit auch das Fach Wi/Po unterrichten
evtl. 2.Werkstattunterricht
(Assessment)
Bfw
(JAW) 2014/15 nicht
1.Betriebspraktikum individuell, Klassenlehrer
BIZ- Besuch Klassenlehrer
Besuch verschiedener Berufsmessen schulintern, Nordjob, Jobmesse
Module zur Berufsorientierung Fachlehrer Kurse in den Bereichen Technik, Kunst, Haushaltslehre, Computer
Fortsetzung der Arbeit am Berufswahlpass (inkl. Potenzialanalyse) Klassenlehrer
Bewerbung und Lebenslauf

– Bewerbungstraining

– Bewerbungsstyling

Deutschlehrer
extern (randstad, ABK)
– Berufseinstiegsbegleitung (10 Schüler
pro Jahrgang)
Klassenlehrer / extern
JAW
Ganztagsangebot
Fortsetzung der Schulpatenschaft randstad siehe Klasse 7

Mögliche fachliche Inhalte:
Deutsch:         – Aufgaben aus dem Berufsalltag verschiedener Berufe:
Kundengespräche, sinnentnehmendes Lesen, Berichte anfertigen, Wortfamilien bilden, einen Speiseplan erstellen,…
Englisch:        – At the hairdresser´s, at a fashion store,…
Mathematik:        – Aufgaben aus dem Berufsalltag verschiedener Berufe

Erstellen einer Übersicht zum Bewerbungsstand der einzelnen Schüler und Darstellung der individuellen Erfolge als Klassenposter.

Klassenstufe 9

Was? Wer? Wie?
2.Betriebspraktikum individuell, Klassenlehrer
Elternabend zur Berufsorientierung Klassenlehrer, Agentur für Arbeit, JAW, Talentschmiede, Berufseinstiegsbegleitung
Koordinator/in BO, Eltern
Talentschmiede JAW 14-tägig in der Schule
Berufsberatung,
Bewerbungstraining,
Berufsmessen,
Module,
Bewerbung und Lebenslauf (Bewerbungs- mappe erstellen)
Agentur für Arbeit
siehe Klasse 8
siehe Klasse 8
– Fortsetzung der Schulpatenschaft siehe Klasse 7

Mögliche fachliche Inhalte:
Integration von Aufgaben aus dem Berufsalltag in möglichst vielen Fächern.

Fortführung des Klassenposters zum aktuellen Stand der individuellen Bewerbungssituation der Schüler.
Möglichkeit von freiwilligen Praktika.

Die Betriebspraktika in Klasse 8 und 9 sollen in zwei unterschiedlichen Berufen durchgeführt werden. Die Schüler sollen motiviert werden, sich aus dem Stadtteil heraus zu bewerben und den Beruf und nicht die Bequemlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Grundsätzlich gilt: nur ein Schüler einer Klasse in einem Betrieb. Die betreuenden Kollegen erstellen eine Liste geeigneter Ausbildungsbetriebe.

Klassenstufe 10

Was? Wer? Wie?
3.Betriebspraktikum individuell, Klassenlehrer
Berufsberatung
Berufsmessen
individuelle Förderung und Beratung zum Übergang auf das Gymnasium Agentur für Arbeit
siehe Klasse 8
siehe Klasse 8
Handlungskonzept PLuS JAW individuelles Coaching, evtl. Kleingruppen